ende 2009 kam endlich wieder ein neues buch der thursday-next-reihe auf den deutschsprachigen buchmarkt: irgendwo ganz anders, von jasper fforde.
wem thursday next, die protagonistin dieses buches, noch kein begriff ist, der sollte sich das erste buch der reihe, der fall jane eyre, zu gemüte führen. jasper ffords bücher sind unterhaltsam, spannend, witzig, geistreich und der bezug zu existierenden klassikern der literatur ist interessant und macht lust im anschluss auch sogleich die alten schinken zu lesen : ) ffords talent filmreife, spannungsgeladene bücher zu schreiben rührt nicht von ungefähr, zumal er doch hauptberuflich als kameraassistent tätig war/ist – gepaart mit dem intellektuellen bezug zur literaturwelt ist das ergebnis auch dieses mal ein wahrer leckerbissen.
die ersten vier bücher (der fall jane eyre, in einem anderen buch, im brunnen der manuskripte, es ist was faul) waren quasi als quartett gedacht, daher hat das fünfte buch in der englischsprachigen ausgabe den treffenden titel first among sequels erhalten – im deutschen muss man sich leider mit dem nichtssagenden titel irgendwo ganz anders begnügen. ein einstieg in die thursday next welt ist meines erachtens nur möglich wenn man der reihe nach vorgeht – aber so leicht wie sich die ffords geschichten lesen lassen, verschlingt man gerne ein buch nach dem anderen!
ein geringer qualitätseinbruch war meiner meinung nach im dritten band, im brunnen der manuskripte, zu finden – zu wenig spannung, zu wenig neue ideen. irgendwo ganz anders lässt thursday next wieder in neuem glanz erstrahlen, die fiktionale parallelwelt präsentiert sich wieder wie ein kunterbunter spielplatz, reich an neuen ideen und erweiterungen der bisherigen geschichten von jasper fforde. das erste mal wird der leser mit einem mehr oder weniger offenen ende zurückgelassen – daher freue ich mich schon jetzt auf die nächste fortsetzung (hoffentlich auch in deutscher sprache schon in diesem jahr erhältlich)!
bis dahin kann sich der leser mit der weitreichenden persönlichen homepage von jasper fforde die zeit vertreiben – sehr “bunt”, umfangreich, interessant und amüsant!




