es war februar 2010 als ich den song geboren um zu leben im sender mtv gesehen habe … es folgten tage voller neuer eindrücke via youtube, besonders angetan haben es mir die live aufnahmen der letzten unheilig tour puppenspiel … nach knapp einer woche war klar, dass ich das konzert der diesjährigen tour grosse freiheit miterleben musste, das ticket war sofort gekauft … in derselben woche wurde bekannt, dass das konzert in wien aufgrund des grossen andrangs von der szene wien ins gasometer wien verlegt werden musste – erstaunlich was für einen hype ein einziger chart song auslösen kann!
ich bin also weder fan der ersten stunde, noch gehöre ich der gothic szene o.ä. an … eigentlich haben mich bands wie rammstein und konsorten noch nie sonderlich interessiert … unheilig jedoch überzeugt mit tiefsinnigen texten, mit kraftvollen klängen und besonders mit einer mitreissenden frontman stimme. vocals by der graf, ein wundervolles, gefühlsechtes erlebnis!
das warten auf das erscheinen des albums war voller vorfreunde – und wurde grossteils belohnt … meines erachtens war besonders das vorhergehende album puppenspiel wesentlich besser, aber das nur als randbemerkung. auch auf dem neuen album grosse freiheit sind einige schmankerln zu finden, sowohl ruhigere songs wie halt mich, für immer, unter deiner flagge, grosse freiheit oder eben geboren um zu leben, als auch die etwas härtere linie wie zum beispiel abwärts, unter feuer oder ich gehöre mir …
der konzertabend begann um 19:30 mit zwei vorgruppen, down below und zeromancer lt. anschlagtafel, welche von vielen konzertbesuchern nur aus den vorräumen der bank austria planet music hall belauscht wurden (planet music hat mich übrigens als konzert standort überzeugt – top!) … das lange warten sollte um 21:30 mit dem beginn des hauptacts ein ende finden …
endlich war es soweit … die ersten schiffshupen (aus dem song das meer) ertönten, das publikum geriet in aufruhr … ein jubel als die bandmitglieder auf die bühne traten, der stärkste jubel galt wie immer dem grafen … mit videotechnischer untermalung auf 3 vidiscreens folgte ein song dem anderen, mal härter, mal softer, aber immer mit unterstützung durch die tobende menge! auch alte songs kamen zur freude der meisten (und meiner wenigkeit) nicht zu kurz (astronaut, kleine puppe, freiheit, lampenfieber, maschine) – kaum zu glauben, dass das konzert bei der fülle an liedern nur rund 2 stunden gedauert hat! der wunsch des publikums nach einer zugabe wurde folgsam umgesetzt, der krönende abschluss waren der chart hit geboren um zu leben und letztendlich mein stern – ein schöner, beruhigender song für den weg nach hause : )
fazit: ein wirklich gutes konzert, unheilig und den grafen muss man live erleben! er gehört definitiv zu den menschen, die mit ihrem charisma bei live auftritten die musik intensivieren. er steht nicht nur auf der bühne, er ist die bühne. quasi ; )


